Tapezierer/in - Raumausstatter/in
Was macht man in diesem Beruf?
Das Tätigkeitsfeld der Tapezierer/innen – Raumausstatter/innen hat sich im Laufe der Zeit deutlich verändert. Die Berufsbezeichnung „Tapezierer“ stammt vom französischen Wort tapisser, was „mit Stoff oder Teppichen auskleiden“ bedeutet. Ursprünglich bestand der Beruf darin, Wände mit Stoffen oder Wandteppichen zu bekleiden; in Südtirol waren die Sattler/innen die Vorreiter dieses Handwerks. Heute liegt der Schwerpunkt auf der Gestaltung und Ausstattung von Innenräumen. Zu den Hauptaufgaben zählen das Polstern von Sitzmöbeln aller Art sowie das Anfertigen von Fensterdekorationen und Vorhängen. Darüber hinaus werden Wände mit Stoffen, Tapeten oder anderen Materialien bespannt und verschiedene Bodenbeläge verlegt.
Tapezierer/innen – Raumausstatter/innen sind zudem Spezialist/innen für Sonnen- und Sichtschutzsysteme, Verdunkelungen und Raumteiler – sowohl für den Innen- als auch für den Außenbereich. Ein gutes Gestaltungs- und Farbgefühl ist unerlässlich, um Vorhänge, Tapeten, Böden und Polstermöbel harmonisch aufeinander abzustimmen und ein stimmiges Wohnkonzept zu schaffen. Häufig arbeiten sie nach Entwürfen oder Anweisungen von Architekt/innen und Designer/innen. Viele Arbeiten werden in Handarbeit ausgeführt, da Maschinen und Spezialwerkzeuge nur begrenzt einsetzbar sind – insbesondere bei der Restaurierung und Umarbeitung von Stilmöbeln.
Schlüsselkompetenzen:
- Polstern und Restaurieren von Sitzmöbeln und Polstermöbeln
- Anfertigung von Vorhängen, Wandbespannungen und textilen Dekorationen
- Verlegen von Bodenbelägen und Installation von Sonnen- und Sichtschutzsystemen
- Kombination von Farben, Stoffen und Materialien
- Handwerkliches Geschick, Kreativität und Sinn für Design
Arbeitsumfeld:
Tapezierer/innen – Raumausstatter/innen arbeiten in Raumausstattungsbetrieben, Polsterwerkstätten, Innenarchitekturstudios oder führen eigene Werkstätten.
Ausbildung:
- Dauer: 3 Jahre
- Schule:
Tiroler Fachberufsschule für Garten, Raum und Mode, Hall in Tirol (A)
Aufstiegsmöglichkeiten
- Weiterbildung: Ausbildung zum/zur Meister/in
- Selbstständigkeit: Möglichkeit zur Führung eines eigenen Betriebs